Nothilfe Ukraine

Der Krieg in der Ukraine hat verheerende Auswirkungen auf die 7,5 Millionen Kinder des Landes. Der Bedarf an humanitärer Hilfe vervielfacht sich stündlich, während die Kämpfe weitergehen. Kinder werden weiterhin getötet, verwundet und sind durch die Gewalt um sie herum zutiefst traumatisiert. Die Familien sind verängstigt, stehen unter Schock und suchen verzweifelt nach Sicherheit.

Die vergangenen acht Jahre des Konflikts in der Ukraine haben den Kindern bereits tiefgreifenden und dauerhaften Schaden zugefügt. Die Bedrohung der ukrainischen Kinder ist noch größer geworden, denn Heime, Schulen, Waisenhäuser und Krankenhäuser wurden angegriffen. Einen Monat nach Kriegsbeginn wurden 4,3 Millionen Kinder vertrieben, was eine der schnellsten groß angelegten Vertreibungen von Kindern seit dem Zweiten Weltkrieg darstellt. Solche großen Vertreibungen könnten dauerhafte Folgen für kommende Generationen haben. Für Kinder, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, besteht außerdem ein erhöhtes Risiko, Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung zu werden.

In der Zwischenzeit wurden zivile Infrastrukturen wie Wasser- und Sanitäranlagen in Mitleidenschaft gezogen. Bis zum 24. März hatten schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, während 4,6 Millionen Menschen nur begrenzten Zugang zu Wasser hatten oder Gefahr liefen, davon abgeschnitten zu werden.

Wie Sie die Arbeit von Bildungsgabe mit Kindern in der Ukraine unterstützen können.

Bildungsgabe e.V. arbeitet mit Partnern zusammen, um gefährdete Kinder und Familien mit lebenswichtigen Diensten – einschließlich Gesundheit, Bildung, Schutz, Wasser und sanitäre Einrichtungen – sowie lebensrettenden Gütern zu versorgen.

Wie hilft Bildungsgabe e.V. Kindern und Familien in der Ukraine?

Bildungsgabe e.V. arbeitet rund um die Uhr an der Ausweitung lebensrettender Programme für Kinder. Dazu gehören:

  • Verstärkte Anstrengungen, um den kritischen und steigenden Bedarf an sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung, Bildung und Schutz zu decken.
  • Lieferung von Hygienesets für Familien, Babywindeln, Gesundheitspaketen für Mütter, Hygienesets für Einrichtungen, Desinfektionsmittel und Wasser in Flaschen an Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in der Ostukraine.
  • Aufstockung der Zahl der mobilen Kinderschutzteams, die zwischen den Konfliktlinien arbeiten.
  • Zusammenarbeit mit dem UNHCR und Partnern bei der Aktivierung von „Blauen Punkten“ – sichere Anlaufstellen für Kinder und Frauen wird angestrebt. Die Blauen Punkte liefern wichtige Informationen für reisende Familien, helfen bei der Identifizierung unbegleiteter und getrennter Kinder und gewährleisten ihren Schutz.
  • Fortsetzung der Nothilfemaßnahmen zur Bekämpfung des COVID-19-Ausbruchs, u. a. durch Zusammenarbeit mit den Gemeinden zur Erhöhung der COVID-19-Impfraten sowie durch verstärkte Sensibilisierungsmaßnahmen und den Aufbau von Kapazitäten.
  • Bildungsprojekte für ukrainische Geflüchtete anbieten und Kinder- und Jugendhilfe anbieten.

Was ist in der Ukraine los?

Der Krieg in der Ukraine stellt eine enorme Bedrohung für die 7,5 Millionen Kinder des Landes dar. Viele Häuser wurden beschädigt oder zerstört, und die Schäden an der zivilen Infrastruktur haben dazu geführt, dass Hunderttausende von Menschen ohne sicheres Wasser oder Strom sind. Dem Land gehen wichtige medizinische Hilfsgüter aus. Da die Menschen aus ihren Häusern geflohen sind und die Gesundheitsversorgung unterbrochen ist, wächst die Furcht vor einer größeren Gesundheitskrise.

Bis zum 24. März waren 4,3 Millionen Kinder vertrieben worden, darunter mehr als 1,8 Millionen Kinder, die als Flüchtlinge in die Nachbarländer gekommen waren, und 2,5 Millionen Kinder, die innerhalb der Ukraine vertrieben worden waren. Allein reisende Frauen und Mädchen sind besonders von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht. Für viele andere hat sich das Leben in den Untergrund verlagert, da die Familien in Unterkünften, U-Bahnen oder Kellern Schutz suchen, oft stundenlang. Frauen entbinden in behelfsmäßigen Entbindungsstationen mit begrenzter medizinischer Versorgung.

Kinder in der gesamten Ukraine brauchen dringend Sicherheit, Stabilität, Schutz und psychosoziale Betreuung. Der Krieg und die Massenvertreibung haben die Lebensgrundlage und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Familien beeinträchtigt, so dass viele kein ausreichendes Einkommen haben, um ihre Grundbedürfnisse zu decken, und nicht in der Lage sind, ihre Kinder angemessen zu unterstützen.

Nach acht Jahren Konflikt in der Ostukraine benötigen Kinder und ihre Familien systematische Schutzdienste, um gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Gewalt gegen Kinder vorzugehen und Zugang zu psychosozialer Betreuung zu erhalten. Die Aufklärung über Minenrisiken und die Unterstützung von Minenopfern sind von entscheidender Bedeutung, da die Verseuchung mit explosiven Kampfmitteln nach wie vor eine große Bedrohung für Leben, Sicherheit und Stabilität darstellt.

Bildungsgabe e.V. fordert einen sofortigen Waffenstillstand und erinnert alle Parteien an ihre internationalen Verpflichtungen, Kinder vor Schaden zu bewahren und sicherzustellen, dass humanitäre Akteure Kinder in Not sicher und schnell erreichen können.

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